Es sind wiederkehrende Themen in den Gesprächen, die wir mit E-Commerce-Verantwortlichen in verschiedenen Märkten führen, ob sie ein globales Einzelhandelsunternehmen leiten, eine wachsende Marke skalieren oder einen komplexen B2B-Betrieb steuern.
Die Details unterscheiden sich, aber der Druck lässt sich meist fünf Kategorien zuordnen:
- Margen schützen und gleichzeitig mit schlanken Teams mehr leisten
- Das Unternehmen auf KI und agilere Innovationen vorbereiten
- Die Grenzen veralteter Technologie überwinden
- In neue Märkte expandieren, ohne die operative Komplexität zu erhöhen
- Das Kundenerlebnis verbessern und gleichzeitig die Kosten im Griff behalten
Jede dieser Herausforderungen ist für sich genommen bedeutend. Werden sie jedoch als fünf getrennte Probleme behandelt, werden sie schwieriger und teurer zu lösen.
Das gemeinsame Problem hinter allen fünf Herausforderungen
Eine Commerce Plattform beeinflusst weit mehr als nur den Onlineshop. Sie wirkt sich darauf aus, wie schnell Teams neue Funktionen einführen können, wie viel Engineering Unterstützung nötig ist, wie leicht das Unternehmen in neue Märkte eintreten kann, wie gut Daten zwischen Systemen fließen und wie hoch die Kosten für den laufenden Betrieb sind.
Ist die Plattform flexibel, modern und wird kontinuierlich weiterentwickelt, unterstützt sie Veränderungen im gesamten Unternehmen. Ist sie hingegen stark individualisiert, teuer in der Wartung oder nur langsam weiterzuentwickeln, wird jede neue Priorität schwieriger umzusetzen.
Deshalb hängen Margendruck, KI-Bereitschaft, internationale Expansion, Kundenerlebnis und veraltete Technologie eng zusammen. In jedem Fall verlangt das Unternehmen von seiner Commerce Plattform ein Maß an Geschwindigkeit, Effizienz und Anpassungsfähigkeit, das sie möglicherweise nicht mehr bieten kann.
Margendruck: wenn zu viel Budget für die Aufrechterhaltung des Status quo aufgewendet wird
Margen zu schützen ist schwierig, wenn ein großer Teil des E-Commerce-Budgets in Plattform Wartung, individuelle Entwicklung, Lizenzierung, Integrationen und manuelle Prozesse fließt. In solchen Umgebungen erfordern selbst kleine Verbesserungen erheblichen technischen Aufwand. Dadurch wird Budget, das eigentlich Wachstum unterstützen könnte, für den Erhalt des bestehenden Betriebs ausgegeben.
Eine moderne Commerce Plattform kann diese Belastung reduzieren, indem sie maßgeschneiderte Funktionalität durch gepflegte, native Funktionen und ein breiteres Ökosystem geprüfter Integrationen ersetzt. Das verringert die Menge an individuellem Code, den das Unternehmen selbst betreuen muss, und reduziert die Abhängigkeit von spezialisierten Entwicklungsressourcen.
Für E-Commerce Verantwortliche liegt der Nutzen nicht nur in geringeren Gesamtbetriebskosten (TCO). Es geht um mehr Kontrolle darüber, wo das Budget investiert wird. Geringere Wartungskosten schaffen mehr Spielraum für Kundengewinnung, Kundenbindung, internationales Wachstum und Verbesserungen des Kundenerlebnisses.
KI und Innovation: wenn die Plattform mit dem Wandel nicht Schritt halten kann
KI verändert, wie Verbraucher bei Marken einkaufen. Gleichzeitig werden E-Commerce Teams aufgefordert, KI zu nutzen, um Prozesse zu verbessern und schneller auf Veränderungen im Kundenverhalten zu reagieren.
Eine Plattform kann diese Arbeit auf verschiedene Weise ausbremsen: Produktdaten können über mehrere Systeme verteilt sein. Integrationen lassen sich möglicherweise nur schwer aktualisieren. Neue Funktionen erfordern unter Umständen lange Entwicklungszyklen. In manchen Fällen entwickelt sich die Plattform schlicht nicht schnell genug weiter, um die Fähigkeiten bereitzustellen, die das Unternehmen heute benötigt.
Der Wechsel zu einer kontinuierlich weiterentwickelten Plattform verringert diese Lücke. Shopify führt regelmäßig neue Commerce Funktionen in Bereichen wie KI, Merchandising, Internationalisierung, Checkout, Automatisierung und Betrieb ein. Marken profitieren von diesem Fortschritt, ohne jede Fähigkeit selbst entwickeln und pflegen zu müssen.
Das ersetzt keine klare KI- oder Innovationsstrategie, gibt dem Unternehmen aber eine solidere Grundlage, um eine solche Strategie umzusetzen.
Veraltete Technologie: wenn die Plattform zur Roadmap wird
Veraltete Plattformen hören selten vollständig auf zu funktionieren. Häufiger werden sie zunehmend schwieriger zu verändern. Neue Ideen werden dann danach bewertet, was das bestehende System leisten kann – nicht danach, was den größten Mehrwert für das Unternehmen oder seine Kunden schaffen würde.
Der Wechsel zu einer modernen Plattform bietet dem Unternehmen die Gelegenheit zur Vereinfachung. Moderne Commerce-Plattformen können viele veraltete Komponenten durch eine standardisierte Grundlage ersetzen und erlauben Marken dennoch, dort differenzierte Erlebnisse zu schaffen, wo individuelle Anpassung echten Mehrwert bietet.
Ziel ist es nicht, jede Form von Komplexität zu beseitigen, sondern unnötige Komplexität zu entfernen, damit technischer Aufwand auf Bereiche fokussiert werden kann, die direkt zum Wachstum beitragen.
Internationale Expansion: wenn jeder neue Markt zu einem eigenen Projekt wird
Auf älteren oder fragmentierten Systemen kann die Einführung in einen neuen Markt einen separaten Onlineshop, zusätzliche Integrationen, doppelte Inhalte, neue Zahlungs-Konfigurationen, manuelle betriebliche Prozesse und weitere individuelle Entwicklung erfordern. Jede Markteinführung bedeutet mehr Technologie, die gepflegt werden muss, und mehr Komplexität, die interne Teams bewältigen müssen.
Eine für internationalen Handel konzipierte Plattform verändert dieses Modell. Shopify ermöglicht es Marken, mehrere Märkte, Währungen, Sprachen, Domains, Zahlungsmethoden und lokale Erlebnisse von einer einheitlichen Grundlage aus zu verwalten. Das erleichtert wiederholbare Markteinführungsprozesse, anstatt das Betriebsmodell für jede Region neu aufzubauen.
Das Unternehmen muss weiterhin Entscheidungen zu Lokalisierung, Fulfillment, Steuern, Preisgestaltung, Inhalten und Kundenerlebnis treffen. Der Unterschied besteht darin, dass die Plattform diese Entscheidungen unterstützt, anstatt jede davon in ein eigenständiges technisches Projekt zu verwandeln.
Kundenerlebnis: wenn gute Ideen durch begrenzte Umsetzungskapazität ausgebremst werden
Marken stehen unter ständigem Druck, das Kundenerlebnis zu verbessern. Sie benötigen schnellere Websites, klarere Produktinformationen, relevantere Inhalte, besseres Merchandising, stärkere Personalisierung und reibungslosere Kaufprozesse. Die Herausforderung liegt oft darin, die dafür nötige Zeit und die Kosten aufzubringen.
Auf veralteten Plattformen erfordern selbst einfache Verbesserungen oft individuelle Entwicklung. Das führt zu Konkurrenz um Engineering-Ressourcen und zwingt Teams, zwischen Plattformpflege und Erlebnisverbesserung zu wählen.
Eine moderne Plattform gibt E-Commerce-, Marketing- und Produktteams mehr Kontrolle. Shopify bietet ein starkes Set nativer Commerce-Funktionen, während das umgebende Ökosystem es Marken ermöglicht, spezialisierte Funktionalität hinzuzufügen, ohne die Kernplattform neu aufzubauen.
Das bedeutet, dass individuelle Entwicklung für die Erlebnisse reserviert werden kann, die die Marke wirklich differenzieren – statt dafür verwendet zu werden, Standard-Commerce-Funktionalität nachzubauen.
Warum Migration allein noch keine digitale Transformation bewirkt
All das funktioniert jedoch nicht als Reihe voneinander losgelöster Projekte, die an den jeweils verfügbaren Anbieter vergeben werden. Es funktioniert, wenn ein Partner alle fünf Belastungen gemeinsam betrachtet.
Ein Partner für digitale Transformation sollte einem Unternehmen helfen, zu verstehen, wie es eine Plattformmigration nutzen kann, um seine übergeordneten Ziele zu erreichen. Dazu gehört, Plattformentscheidungen mit Marge, internationalem Wachstum, KI-Bereitschaft, Kundenerlebnis und operativer Effizienz zu verknüpfen.
Es bedeutet auch, abteilungsübergreifend zu arbeiten. E-Commerce, Marketing, Technologie, Betrieb, CRM und Kundenservice können alle von der Migration betroffen sein, und jedes Team muss verstehen, wie die neue Grundlage das Mögliche verändert.
Was E-Commerce-Verantwortliche als Nächstes tun sollten
Der erste Schritt besteht darin, diese fünf Herausforderungen nicht mehr isoliert zu betrachten. Ein Unternehmen mag getrennte Projekte für KI, internationales Wachstum, Kundenerlebnis, Kostensenkung und Plattformmodernisierung haben, doch die Entscheidungen in jedem Bereich wirken sich auf die anderen aus.
Verantwortliche sollten zunächst prüfen, ob die aktuelle Commerce-Plattform die Pläne des Unternehmens für die nächsten drei bis fünf Jahre unterstützen kann.
Diese Prüfung sollte berücksichtigen:
- Wie viel Budget und interne Ressourcen für die Wartung der aktuellen Plattform aufgewendet werden
- Wie schnell Teams neue Funktionen, Kampagnen und Integrationen einführen können
- Ob Produkt- und Kundendaten KI und neue Vertriebskanäle unterstützen können
- Wie viel zusätzliche Komplexität beim Eintritt in einen neuen Markt entsteht
- Ob Verbesserungen des Kundenerlebnisses zu stark von Engineering-Ressourcen abhängen
- Welche individuellen Anpassungen echten geschäftlichen Mehrwert schaffen und welche lediglich Plattformgrenzen ausgleichen
- Ob Teams und Abteilungen sich an derselben Commerce-Roadmap orientieren
Auf dieser Grundlage kann das Unternehmen entscheiden, ob schrittweise Verbesserungen ausreichen oder ob die Plattform selbst zum größten Hemmnis geworden ist.
Ist eine Migration erforderlich, sollte das Programm anhand von Geschäftsergebnissen definiert werden, nicht allein anhand technischer Umsetzung. Das Ziel sollte nicht einfach der Ersatz einer Plattform durch eine andere sein. Es sollte darum gehen, die Gesamtbetriebskosten zu senken, das Tempo der Weiterentwicklung zu erhöhen, die Expansion zu vereinfachen, Innovation zu fördern und Teams einen effektiveren Weg zu geben, Wachstum zu liefern.
Die fünf Herausforderungen, denen E-Commerce-Verantwortliche gegenüberstehen, werden nicht verschwinden. Sie lassen sich jedoch deutlich leichter bewältigen, wenn das Unternehmen über eine Commerce Plattform verfügt, die sie gemeinsam unterstützen kann. Und eine erfolgreiche digitale Transformation stellt sicher, dass der Rest der Organisation bereit ist, sie zu nutzen.
Wenn Sie mit einer oder mehreren der in diesem Artikel genannten Herausforderungen konfrontiert sind und die Unterstützung eines erfahrenen Digital-Transformation-Partners benötigen, wenden Sie sich noch heute an unser Team.